Laut dem aktuellen Stihl-Gartenbarometer 2025 ist für zwei Drittel aller Gartenbesitzer der eigene Garten mehr Lust als Last. Die Vorfreude auf die neue Saison ist daher bei den meisten Hobbygärtnern groß, auch wenn vor dem Beginn der Saison erst noch einige Frühjahrsputzaufgaben anstehen: Von der Reinigung des Terrassenbelags und Gartenmobiliars bis hin zur Pflege von Rasen, Hecken und Gehölzen – fast überall ist im Garten etwas zu tun. Mit den richtigen Tipps und Kniffen geht die Arbeit umso schneller von der Hand. Über frühlingshafte Temperaturen freut sich auch der Rasen. „Letzte Winterspuren wie herabgefallene Äste und Laub sollte man nun entfernen, damit die Gräser wieder frei atmen und gut wachsen können“, erklärt Gartenexperte Jens Gärtner. Auch die Gartenmöbel benötigen jetzt etwas Aufmerksamkeit, denn Schmutz, Flecken und Verfärbungen bleiben nach der mehrmonatigen Winterruhe unter freiem Himmel oder in der Garage nicht aus. Eine gründliche Reinigung verlängert nicht nur ihre Lebensdauer, sie lädt auch dazu ein, auf der Terrasse wieder Platz zu nehmen. Dazu zunächst losen Schmutz und Laubreste mit einem weichen Besen oder Tuch entfernen. Für starke Verschmutzungen eignet sich ein Hochdruckreiniger, idealerweise mit einem Strahlwinkel von mehr als 50 Grad, um empfindliche Oberflächen zu schonen. Auch Moos und Algen auf dem Terrassenbelag lassen sich mit einer rotierenden Waschbürste wirksam beseitigen.
Der Rückschnitt von Hecken, Sträuchern und Bäumen gehört ebenfalls zu den wichtigen Gartenarbeiten im Frühjahr. Neben einer Akku-Heckenschere leistet dabei insbesondere ein Akku-Gehölzschneider nützliche Dienste: Seine Verlängerung ermöglicht bei festem Stand auf dem Boden das Arbeiten auch in höheren Bereichen. djd
Nachhaltig nutzen
Schnittgut kann nachhaltig genutzt werden und eignet sich als Basis für ein neues Hochbeet oder zum Mulchen, um den Boden vor Austrocknung zu schützen und zu düngen. djd
Gärtnern auf die ganz umweltfreundliche Art
So schützt nachhaltige Pflege für den Garten auch das Trinkwasser
Dass Hobbygärtner Einfluss auf die eigene Trinkwasserqualität nehmen, ist wohl den wenigsten bewusst. „Wie wir unseren Garten, die Terrasse, Wege oder Hauseinfahrt pflegen, hat durchaus Einfluss auf die Qualität des Wassers aus dem heimischen Hahn“, erklärt Trinkwasserexperte Dr. Stefan Koch vom Forum Trinkwasser. Denn auf seinem Weg ins Grundwasser oder in die Kanalisation wäscht Wasser eine Vielzahl von Stoffen aus, die sich am oder im Boden befinden. „Diese gelangen dadurch in den Wasserkreislauf. Befinden sich darunter nicht abbaubare Substanzen, sind diese später in der Aufbereitung von Abwasser oder Trinkwasser nur schwer wieder zu entfernen.“ Mit Blick auf den Garten sind dies vor allem Abbauprodukte oder Rückstände von Düngemitteln, Unkraut- oder Schädlingsvernichtern.
Zwar haben Pestizide für den privaten Haus- und Kleingartenbereich, wie es sie in jedem Gartenmarkt zu kaufen gibt, meist niedrige Wirkstoffkonzentrationen, aber sie müssen ebenso wie Düngemittel auch richtig dosiert und zweckgebunden eingesetzt werden. Fünf Tipps für eine trinkwasserschonende Gärtnerei:


- Kompost, Mist oder organische Dünger verwenden, um Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Kompost ist nämlich auch ein natürlicher Wasserspeicher.
- Auf Unkrautvernichter verzichten. Auf versiegelten Flächen wie Wegen oder Einfahrten ist ihr Einsatz ohnehin verboten. Im Garten hilft regelmäßiges Jäten und Mulchen, um das Wachstum der Beikräuter zu unterdrücken. Mit Mulchen kann man den Boden effektiv vor Austrocknung schützen und den Wassereinsatz reduzieren.
- Für die Schädlingsbekämpfung gibt es in der Gärtnerei Nützlinge. Manchmal hilft auch schon verdünnte Milch oder ein Wasserstrahl, etwa gegen Blattläuse.
- Nutzt man dennoch chemische Mittel, dürfen Reste niemals einfach in die Toilette oder auf den Boden gegossen werden.
- Wer ganz sichergehen will, lässt in regelmäßigen Abständen eine Bodenanalyse machen. djd